|
Bilder von der Weihnachtsfeier 2008
Fischergassler öffnen Füllhorn Bericht aus dem Donaukurier Schönes Wetter und treue Gäste sind die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Fischergasslerfest. Seit 35 Jahren feiert das "Familienunternehmen Fischergasse" jedes Jahr im Mai das auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Fest. Am Sonntag war es wieder so weit. Bei einem gemütlichen Weißwurstfrühstück in der Fischergasse wurden die Spenden an die Vertreter der Wasserwacht (Walter Brendl), des THW (Wolfgang Murr), des Fanfarenzuges (Rainer Bartsch und Jochen Schaffelhofer) und an die Feuerspucker der Gruppe "Spectaculum de diabolico" (Michael Marschall und Michael Jacobsen) verteilt. Des Weiteren wurde das Familienzentrum des Bayerischen Roten Kreuzes mit einer Spende bedacht, als Anerkennung für die dort erbrachten Leistungen. Das BRK-Familienzentrum leistet seit Jahren wertvolle Arbeit für Mütter, Väter und Kinder (Krabbelgruppen, Kleinkindgruppen) und bietet Hilfe in schwierigen familiären Situationen. Stellvertretend nahmen Ursula Croce-Keller und Christine Burgard die Spende entgegen. Das Geld könne gut benötigt werden, dankten beide für die unverhoffte Zuwendung. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, der bei der Spendenübergabe dabei war, lobte das Engagement der Fischergassler und bedankte sich im Namen der Stadt Neuburg bei allen Beteiligten. Das Fischergasslerfest sei ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Stadt Neuburg und in seiner Art einzigartig. Er freue sich bereits auf das nächste Jahr, wenn er wieder den Kommodore des Jagdgeschwader 74 beim 35. Fischerstechen zum "Duell auf der Donau" herausfordern kann.
Bild: Spendable Fischergassler: Für Vereinsvertreter und karitative Einrichtungen gab es Spenden. OB Bernhard Gmehling zollte Lob für die Institution Fischergasslerfest. - Foto: oh Jedes Jahr aufs Neue organisieren die Bewohner der Fischergasse zusammen mit vielen fleißigen Helfern ihr schönes Straßenfest, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Auch ist es Tradition, dass die beteiligten Vereine sowie eine Neuburger Einrichtung mit einer Spende am Erfolg des Festes beteiligt werden. Wallfahrt zum Fischergasslerfest 2008
Neuburger Fischergasslerfest am 24.05.2008
Bericht aus der Neuburger Rundschau Tollkühne Zweikämpfe auf schwankenden Zillen Von Manfred Reichl Neuburg Wenn die Athleten beim traditionellen Fischerstechen auf der Donau aufeinander prallen, wird eines schnell deutlich: Zartbesaitete, Weicheier oder Angsthasen haben hier nichts zu suchen. Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, bei dieser Art des Kräftemessens auf schwankenden Zillen mit der Lanze unterm Arm auf den ebenfalls mit dem unbedingten Siegeswillen behafteten Kontrahenten zuzusteuern, um diesen ins kalte Nass zu befördern. Manchmal sind hierzu neben Kraft und Fitness auch Psychologie und taktisches Geschick vonnöten. Fischerstechen ist weit mehr als Draufhauen und Reinplumpsen. Diese Erkenntnis ist für die stark verjüngte Mannschaft aus Stepperg sowie die zweite Garnitur der Neuburger Stecher zwar nicht neu, dennoch fanden diese am Samstag kein probates Mittel, um wenigstens einen Zähler auf ihrem Konto zu verbuchen. Gleich reihenweise purzelten Johannes Kugler und Jürgen Heckel sowie Hans Otto und Michael Zerbe in die Fluten der Donau.
Ganz anders dagegen die Brüder Rainer und Wolfgang Till aus der benachbarten Schanz. Zwar mussten auch sie ab und an Bekanntschaft mit dem kühlen Nass machen, doch am Ende hatten die beiden Ingolstädter einen Punktestand eingefahren, der ihnen den Gesamtsieg bescherte. Noch dazu holte sich Rainer Till den Titel des Stecherkönigs. Obwohl sich Michael Kopernik und Florian Zettel vehement zur Wehr zu setzten wussten, war Vorjahressieger Neuburg I mit acht Punkten sogar nur Platz drei vergönnt. Zwei Zähler mehr hatten nämlich die Donauwörther Wolfgang Klinger und Willi Heckmeier zu verzeichnen. Platz vier sicherte sich mit vier Zählern die Crew aus Schliersee. Wie schon im vergangenen Jahr, so schenkten sich Neuburgs OB Dr. Bernhard Gmehling sowie der ehemalige Kommodore des JG 74, Uwe Klein, auch beim diesjährigen Aufeinandertreffen nichts. Jedoch schaffte es keiner der beiden, in den ersten zwei Durchgängen den Anderen ins Wasser zu stoßen, ohne selbst baden zu gehen. Obwohl der Luftwaffenoberst durch einen Sturz am Fuß bereits leicht lädiert war, versuchten es die beiden vom Ehrgeiz gepackt, ein drittes Mal. Schließlich endete auch diese Begegnung mit einem Remis. Die beiden Kontrahenten klatschten sich unter dem Beifall der rund 600 Schaulustigen in den Fluten der Donau freundschaftlich ab. Knapp eineinhalb Stunden hatte das Spektakel gedauert, ehe in der Fischergasse bis in die tiefen Abendstunden hinein Neuburgs schönstes Straßenfest stattfand. Nach der obligatorischen Siegerehrung zählten Punkte und Platzierungen nur noch für die Statistik. Jetzt hatte für die Athleten sowie die Tausende von Besuchern nur noch die Geselligkeit ihren Stellenwert. Bei herrlichem Sommerwetter gab es bis zum späten Nachmittag ein Kommen und Gehen und in den Abendstunden kaum noch ein freies Plätzchen. Zu essen gab s die beliebten Bratfische der Familie Winter und vieles mehr. Bier und Radler flossen ebenfalls reichlich. Zunächst spielte die ‘Stadtkapelle zünftig auf, ehe wie schon beim Fischerstechen der Fanfarenzug sowie die Finkensteiner Alphornbläser ihre Visitenkarten abgaben. Danach oblag der Overman Brass Band das Kommando. Die Kinder hatten bei Heuhaufensuchen ihren Spaß, andere wiederum beim erstmals durchgeführten historischen Waschwettbewerb. Seinen gelungen Abschluss fand das Fest mit den brennenden Zillen und dem traditionellen Feuerwerk an und auf der Donau. Die Besonderheit des Fischergasslerfestes ist, dass die Anwohner alles selbst organisieren und sie für das Remmidemmi auch nicht einen einzigen Cent Zuschuss bekommen und dass die Fischergasse in den frühen Morgenstunden des Sonntags wieder picobello aufgeräumt ist.
mit freundlicher Genehmigung von www.foto-altmann.de
|